Ostseekreuzfahrt auf der AIDAdiva

Sieben Nächte, drei Länder und eine Mischung aus Stadtbesuchen und Zeit an Bord: Unsere Ostsee-Kreuzfahrt mit der AIDAdiva ab Warnemünde führte uns nach Stockholm, Visby auf Gotland, Sopot und Danzig sowie Kopenhagen.

Wir waren gespannt auf die frisch modernisierte AIDAdiva. Mindestens genauso freuten wir uns aber auf die Route – vor allem auf den längeren Aufenthalt in Stockholm. Unterwegs gab es einige Highlights, einen verregneten Landgang und eine kleine Erkältung, die unsere Meinung zur Kabinenwahl verändert hat.

Start in Warnemünde: erster Blick auf die modernisierte AIDAdiva

Beim Betreten des Schiffes schauten wir uns erst einmal um. Die AIDAdiva zeigte sich nach ihrer Modernisierung in einem neuen Look. Einige Bereiche gefielen uns gut, andere wirkten auf uns noch nicht ganz fertig oder gestalterisch wenig aufeinander abgestimmt.

Unser erster Eindruck war deshalb gemischt. Das hielt uns allerdings nicht davon ab, mit einem Drink aufs Sonnendeck zu gehen und uns auf die Woche zu freuen. Grüße gehen an dieser Stelle raus an „Team Erdbeere“!

Unser Tipp: Wenn du vor der Abfahrt Zeit hast, lohnt sich ein Spaziergang durch Warnemünde. Altstadt, Strand und ein Fischbrötchen passen gut zum Urlaubsstart.

Stockholm: durch die Schären und über Nacht bleiben

Die Einfahrt nach Stockholm gehörte für uns zu den schönsten Abschnitten der Reise. Über Stunden ging es durch die Schären, vorbei an kleinen Inseln, roten Holzhäusern und Leuchttürmen.

Wir verbrachten viel Zeit draußen und schauten zu, wie sich die Landschaft veränderte. Es lohnt sich, für diese Passage Zeit einzuplanen – auch wenn man dafür etwas früher aufstehen muss.

In Stockholm blieb die AIDAdiva über Nacht. Dadurch hatten wir mehr Spielraum für unseren Stadtbesuch und konnten abends noch die beleuchtete Skyline vom Schiff aus sehen.

Weniger Programm, mehr Zeit für die Stadt

Wir hatten den Go City Pass, entschieden uns aber dagegen, möglichst viele Attraktionen in den Aufenthalt zu packen. Stattdessen erkundeten wir Stockholm bei einer Bootsfahrt, spazierten durch Gamla Stan und gingen ein wenig shoppen.

Der Pass war für uns also kein Anlass, von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu hetzen. Rückblickend würden wir vor dem Kauf genauer überlegen, welche Angebote wir tatsächlich nutzen möchten.

Unser Besuch im Vasa-Museum

Das Vasa-Museum war eines unserer Highlights. Vor dem großen, weitgehend erhaltenen Kriegsschiff von 1628 zu stehen, ist beeindruckend. Erst vor Ort bekommt man ein Gefühl für seine Dimensionen und die aufwendigen Details.

Für uns war das ein Museumsbesuch, bei dem wir gern länger stehen blieben und genauer hinsahen.

Silent Party mit Blick auf Stockholm

Abends ging es zur Silent Party an Deck. Kopfhörer auf, Musik auswählen und tanzen – während hinter uns die Skyline von Stockholm lag.

Dieser Abend blieb uns besonders in Erinnerung. Tagsüber die Stadt entdecken und anschließend an Deck feiern, ohne direkt weiterfahren zu müssen: Der Aufenthalt über Nacht machte den Unterschied.

Unser Tipp: Überlege vorab, welche Attraktionen du besuchen möchtest, und prüfe dann, ob sich ein City-Pass für dich lohnt. Plane auch Zeit für die Schärenfahrt ein.

Visby auf Gotland: Regenjacke an, Eis trotzdem

In Visby erwartete uns Nieselregen. Wir zogen mit Regenjacken los und erkundeten die Stadt ohne festes Programm.

Zwischen Kopfsteinpflaster, historischen Häusern und Stadtmauer ließ es sich gut spazieren. Das Wetter hätte freundlicher sein können, aber wir wollten trotzdem etwas von Gotland sehen.

Auch die Verbindung zu den Pippi-Langstrumpf-Filmen passte zu diesem Stopp. Die Villa Kunterbunt in Kneippbyn besuchten wir auf dieser Reise allerdings nicht.

Schwierige Entscheidung im Glassmagasinet

Im Glassmagasinet standen wir vor einer riesigen Auswahl an Eissorten. Wir entschieden uns für eine bunte Mischung und ein Pippi-Langstrumpf-Eis.

Gegessen wurde unter dem Vordach, während es weiterregnete. Nicht ganz das Wetter, das man sich für eine Eispause wünscht – geschmeckt hat es trotzdem.

Abendessen im East Fusion

Zurück an Bord gingen wir ins East Fusion. Sushi, Dim Sum und die weiteren asiatischen Gerichte gefielen uns gut. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis empfanden wir bei unserem Besuch als fair.

Nach dem nassen Spaziergang war das ein angenehmer Abschluss des Tages.

Unser Tipp: Lass dir einen Landgang nicht sofort vom Regen verderben. Mit passender Kleidung konnten wir Visby gut erkunden. Und eine Pause zwischendurch hilft – bei uns eben mit Eis.

Sopot und Danzig: unser einziger gebuchter Ausflug

Für Sopot und Danzig entschieden wir uns für einen organisierten Ausflug. Es war der einzige gebuchte Ausflug dieser Reise und für uns eine gute Wahl.

Unser Guide ergänzte die Besuche mit Anekdoten und praktischen Hinweisen. Dadurch bekamen wir mehr mit, als wenn wir einfach nur durch die Orte gelaufen wären.

In Sopot verbrachten wir Zeit an der langen Seebrücke und am Wasser. Nach den Stadtbesuchen in Schweden war dieser Abschnitt eine schöne Abwechslung.

Wir mochten die Mischung aus Strand, Seeluft und Cafés. Von unserem Guide nahmen wir außerdem einige Ideen für einen möglichen weiteren Aufenthalt mit.

Aussicht und Apfelkuchen im Olivia Star

In Danzig ging es hinauf in den 32. Stock des Olivia Star. Von dort hatten wir einen weiten Blick über die Stadt.

Dazu gab es Cappuccino und warmen Apfelkuchen. Der Kuchen war richtig gut – und gehörte für uns genauso zu diesem Ausflug wie die Aussicht.

Anschließend erkundeten wir die Danziger Altstadt. Wir liefen am Krantor vorbei, schauten in kleine Gassen und stöberten in Bernsteinläden und Cafés.

Unser Tipp: Ein organisierter Ausflug kann eine gute Lösung sein, wenn du mehrere Orte an einem Tag besuchen möchtest. Für uns funktionierte die Kombination aus Sopot und Danzig gut.

Kopenhagen: Schiffstreffen und ein Tag im Tivoli

Schon bei der Ankunft in Kopenhagen war an Deck einiges los. Wir begegneten einem weiteren AIDA-Schiff, die Typhone ertönten, und viele Gäste kamen nach draußen, um zu winken.

Unser Liegeplatz lag bei dieser Reise zentral. Für uns ging es anschließend in den Tivoli – einen unserer Lieblingsorte in Kopenhagen.

Zwischen den Fahrgeschäften, Blumen und Lichterketten verbrachten wir gern Zeit. Natürlich durfte auch eine Fahrt mit der Rutschebanen nicht fehlen. Die alte Holzachterbahn mit ihrem Bremser an Bord hat einen ganz eigenen Charakter.

Für uns war der Tivoli genau der richtige Abschluss der Landgänge. Nach mehreren Stadtbesuchen hatten wir Lust auf einen Tag, an dem einfach der Spaß im Mittelpunkt stand.

Unser Tipp: Du musst bei einem kurzen Aufenthalt in Kopenhagen nicht alles sehen. Wir entschieden uns bewusst für den Tivoli und waren damit zufrieden.

Unsere Innenkabine: ausreichend, bis die Erkältung kam

Unsere Innenkabine war schlicht, funktional und für den gezahlten Preis völlig in Ordnung. Nach den Tagen an Land hatten wir dort einen ruhigen Rückzugsort.

Als Katja sich eine kleine Erkältung einfing, merkten wir allerdings, was uns fehlte: die Möglichkeit, kurz nach draußen zu gehen, ohne dafür erst die Kabine verlassen und übers Schiff laufen zu müssen.

Für eine weitere Reise würden wir deshalb gern eine Balkonkabine wählen. Die Innenkabine erfüllte ihren Zweck, aber in dieser Situation hätten wir einen eigenen Außenbereich sehr geschätzt.

Wie hat uns die AIDAdiva nach der Modernisierung gefallen?

Unser Eindruck blieb gemischt. Manche Bereiche überzeugten uns mit ihrem neuen Design, andere wirkten auf uns noch unfertig oder etwas beliebig.

Das Bordleben gefiel uns dennoch. Service, Essen und die Stimmung an Deck trugen dazu bei, dass wir uns wohlfühlten. Besonders die Silent Party in Stockholm blieb uns in Erinnerung.

Für uns muss bei einer Kreuzfahrt nicht jedes Detail perfekt sein. Wir möchten uns an Bord wohlfühlen, gut essen und die Reise genießen können. Das konnten wir auf der AIDAdiva trotz einiger Kritikpunkte.

Unser Fazit zur AIDAdiva Ostsee-Kreuzfahrt

Die Route bot uns in einer Woche viel Abwechslung: die Schären vor Stockholm, einen Spaziergang durch das verregnete Visby, Sopot und Danzig mit Guide und zum Abschluss den Tivoli in Kopenhagen.

Besonders gut gefiel uns der Aufenthalt über Nacht in Stockholm. Mehr Zeit in einer Stadt zu haben und abends entspannt aufs Schiff zurückzukehren, machte diesen Stopp für uns besonders.

Wir nahmen auch ein paar praktische Erkenntnisse mit: Ein City-Pass lohnt sich nur, wenn er zum eigenen Programm passt. Regen muss einen Landgang nicht ruinieren. Und bei der nächsten Kabinenbuchung würden wir einem Balkon mehr Gewicht geben.

Unsere Ostsee-Kreuzfahrt mit der AIDAdiva war eine gelungene Mischung aus Entdecken und Bordleben – mit schönen Momenten und einigen Dingen, die wir beim nächsten Mal anders planen würden.

Mehr von den Landgängen, dem Schiff und unseren persönlichen Erfahrungen findest du in unserer YouTube-Reihe zur AIDAdiva Ostsee-Kreuzfahrt.

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