Schallwellen 2026 – slow travel auf einer Eventkreuzfahrt – geht das?

Es gibt Reisen, die plant man lange. Und es gibt Reisen, die finden einen — ganz unerwartet, fast zufällig, und doch genau im richtigen Moment.

Unsere Schallwellen Cruise 2026 mit der Mein Schiff 1 war genau so eine Reise:

eine Mischung aus Musik, Meer und der Frage, wie sich Eventkreuzfahrt und Slow Cruising miteinander verbinden lassen. Eine Reise, die wir so nie gebucht hätten — und die uns gerade deshalb überrascht hat.

Ein Mix aus Konzerten, Meer, Begegnungen – und Momenten, die uns gezeigt haben, dass Entschleunigung manchmal dort entsteht, wo man sie am wenigsten erwartet.

Unsere Anreise – und ein stimmungsvoller Start in Palma

Unsere Reise begann in Hamburg, wo wir unseren von TUI Cruises organisierten Flug nach Mallorca antraten. Alles verlief entspannt, und so landeten wir am Abend in Palma – genau rechtzeitig, um noch an Bord zu gehen, bevor die Mein Schiff 1 ablegte.

Viel Zeit blieb uns nicht: Nach dem Einschiffen stand direkt die Sicherheitsübung an, und danach reichte es gerade noch für einen kleinen Snack, bevor das Schiff die Leinen löste.

Trotz der kurzen Zeit an Land hatten wir vom Cruise Terminal aus einen wunderschönen Blick auf die Kathedrale La Seu, die im warmen Abendlicht über der Stadt thronte. Ein kurzer, stimmungsvoller Auftakt für unsere Schallwellen Cruise.

Tipp: Vom Außendeck aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Kathedrale – besonders schön kurz vor Sonnenuntergang, wenn das Licht warm wird und die Stadt in Gold taucht.

Seetag – Delfine, Ruhe & Musik in der Ferne

Der erste Seetag fühlte sich an wie ein Durchatmen. Wir saßen auf unserem Balkon, die Sonne warm im Gesicht, das Meer ruhig. Und dann passierte etwas, das wir nie vergessen werden:

Delfine, die neben dem Schiff auftauchten, elegant, ruhig, fast neugierig. Es war einer dieser Momente, die man nicht planen kann. Einer dieser Momente, die zeigen, dass Slow Travel kein Ort ist, sondern ein Gefühl.

Tipp für den Seetag: Haltet morgens und am späten Nachmittag Ausschau nach Delfinen – besonders an ruhigen Tagen. Die Chancen stehen überraschend gut, und es lohnt sich, einfach mal nur zu sitzen und zu schauen.

Barcelona – Farben, Formen & eine kleine Fotochallenge

Barcelona empfing uns mit Sonne, Energie und dieser ganz eigenen Mischung aus Kunst und Chaos. Wir starteten mit einer Führung durch den Parc Güell, der sich anfühlt wie ein Spaziergang durch ein lebendiges Gemälde. Mosaike, Rundungen, Ausblicke – Gaudí hat eine Welt geschaffen, die man nicht einfach besucht, sondern erlebt. Danach haben wir etwas gemacht, das wir auf Reisen lieben: Eine Color Fotochallenge. Jeder sucht Farben, Muster, Details – und plötzlich sieht man die Stadt anders. Bewusster. Langsamer. Barcelona eignet sich dafür perfekt.

Tipp: Bucht die Parc‑Güell‑Führung früh am Morgen. Das Licht ist weicher, die Farben intensiver – und die Besucherströme noch erträglich. Für Fotochallenges: Startet am Haupteingang und arbeitet euch farblich durch die Mosaikflächen.

Marseille – Kleine Häfen, große Geschichte & süße Traditionen

Marseille hat uns überrascht. Wir begannen im Vallon des Auffes, einem kleinen Fischerhafen, der sich anfühlt wie ein Dorf mitten in der Stadt. Bunte Boote, enge Gassen, ein ruhiger Rhythmus – Marseille zeigt hier seine sanfte Seite. Weiter ging es zur Abtei Saint‑Victor, die über der Stadt wacht und eine besondere Atmosphäre hat. Stein, Geschichte, Stille – ein schöner Kontrast zur lebendigen Hafenstadt.

Zum Abschluss spazierten wir am Vieux Port entlang, beobachteten die Boote und probierten Navettes – allerdings nicht irgendwo, sondern bei Délices des Anges, einer kleinen Pâtisserie, die für ihre frischen, aromatischen Navettes bekannt ist. Süß, weich, ein Hauch Orangenblüte – ein Geschmack, der bleibt.

Tipp: Holt eure Navettes bei Délices des Anges. Die Qualität ist fantastisch, und der Laden liegt perfekt für einen kleinen Zwischenstopp auf dem Weg zurück zum Hafen. Und besucht den Vallon des Auffes am besten vormittags, wenn das Licht warm auf die Boote fällt.

Schallwellen an Bord – Musik, Emotionen & eine erstaunlich gute Akustik

Schon am Abend des Ablegens in Palma begann die musikalische Reise: Nik Kershaw eröffnete die Cruise mit einem stimmungsvollen Auftritt, der sofort das Gefühl vermittelte, dass uns besondere Tage bevorstanden. Am ersten Seetag folgte ein echtes 80s‑Revival: Sidney Youngblood, Samantha Fox und Camouflage sorgten für eine energiegeladene Mischung aus Nostalgie und Festivalgefühl – und das mitten auf dem Meer. Am nächsten Tag ging es weiter mit UKW und Gazebo, die das Pooldeck in eine Zeitkapsel verwandelten. Darauf folgte ein Abend mit Sweet, deren Gitarrenriffs perfekt zur untergehenden Sonne passten.

Und am letzten Konzerttag traten die ELO Experience feat. Phil Bates auf – ein absolutes Highlight, das mit seinen orchestralen Sounds über das Meer getragen wurde. Später am Abend sorgten Paso Doble für einen stimmungsvollen Abschluss. Die Stimmung war an allen Tagen unglaublich, und die Akustik auf dem Pooldeck war überraschend gut. Manchmal standen wir da, zwischen Meer und Musik, und dachten: Das ist genau der Grund, warum wir reisen. Die kurzen Wege machten die Reise besonders angenehm: Vom Balkon zur Bühne, vom Pool zur Kabine – alles war in wenigen Schritten erreichbar.

Fazit – Eventreise & Slow Cruising: Passt das zusammen?

Wir haben uns diese Frage vor der Reise gestellt. Kann man entschleunigen, wenn jeden Tag Musik läuft? Kann man Slow Travel fühlen, wenn man mitten im Geschehen wohnt? Kann man Ruhe finden, wenn man eine Kabine hat, die als „laut“ verschrien ist?

Unsere Antwort: Ja. Absolut. Slow Travel ist kein Ort – Es ist eine Haltung.

Und selbst auf einer Eventreise, selbst mit Konzerten, Bars und Stimmung, kann man diese Momente finden:

Unsere Kabine 14017 – Laut, verrufen, unterschätzt

Zum Schluss noch ein Wort zu unserer Kabine: 14017, direkt neben der Überschaubar. Im Internet oft kritisiert, weil sie angeblich zu laut sei. Wir wollten wissen, ob das stimmt – oder ob sie ein Geheimtipp ist.

Unsere Erfahrung: Ja, man ist mittendrin. Ja, man hört das Leben an Bord. Aber gleichzeitig hatten wir Momente, die so ruhig und so schön waren, dass wir manchmal vergessen haben, wo wir wohnen. Der Balkon wurde zu unserem Rückzugsort. Die kurzen Wege waren Gold wert. Und die Lage war perfekt, wenn man schnell wieder ins Geschehen wollte. Für uns war die Kabine kein Kompromiss, sondern ein kleines Experiment, das sich gelohnt hat.

Und so endete unsere Schallwellen Cruise 2026 – nicht nur mit Musik im Ohr, sondern auch mit dem Gefühl, dass selbst mitten im Trubel Platz für Ruhe, Meer und kleine Wunder bleibt.

Vielleicht war es gerade das Ungeplante, das diese Reise so besonders gemacht hat. Wir hatten die Schallwellen Cruise tatsächlich im Radio gewonnen — eine kleine Überraschung, die uns auf ein Abenteuer geschickt hat, das wir so nie geplant hätten. 

Mehr Eindrücke unserer Kreuzfahrt auf der Mein Schiff 1 findet ihr auf unserem Instagram Kanal: Hier geht´s zu Instagram

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